Forschung

Ausgewählte Forschungsergebnisse

Hier werden einige ausgewählte Forschungsergebnisse zu den Wirkungen einer täglichen Nasenspülung mit Salzwasser aus zwei unterschiedlichen Studien in drei Abbildungen wiedergegeben.

ABBILDUNG 1 stammt aus einer Studie mit Bundeswehrrekruten, die im Winter über einen Zeitraum von sechs Wochen ihre Nase mit Salzwasser spülten und deren Erkrankungsraten mit denen ihrer nicht-nasespülenden Kollegen verglichen wurden. ABBILDUNG 2 und 3 fassen Ergebnisse aus einem vierjährigen Modellprojekt mit Versicherten der Gmünder Ersatzkasse (GEK) zusammen, die über einen längeren Zeitraum ihre Nase spülten.

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ABBILDUNG 1: Reduktion von Krankheitstagen infolge akuter Atemwegserkrankungen pro Bundeswehrrekrut in 100 Beobachtungstagen. Die T-Balken geben den Standardfehler (SE) an. Die Intention-to-treat-Auswertung berücksichtigt alle zu Studienbeginn eingeschlossenen Teilnehmer.
Nasenspüler (N): blaugrün; Kontrollgruppe (K): rot
(Quelle: modifiziert nach Plümer 1995; Schmidt et al. 1996)

  • Bundeswehrrekruten, die der Nasenspülgruppe zugewiesen wurden und durchschnittlich täglich einmal die Nase mit Salzwasser spülten (grünblau), wurden in sechs Wochen rund 3 1/2-mal weniger Tage wegen Atemwegserkrankungen krankgeschrieben als ihre nicht-nasespülenden Kollegen in der Kontrollgruppe. In der zweiten Untersuchungshälfte (zweite drei Wochen) erkrankte kein Nasenspüler. Jeder Rekrut, der nicht die Nase spülte, erkrankte in 100 Tagen jedoch durchschnittlich 4,57 Tage.

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ABBILDUNG 2: Kurz- und Mittelfristige Effekte der Nasenspülung.
Kontinuierliche Abnahme der Wahrscheinlichkeit (%) für einen Tag mit Atemwegsbeschwerden über einen Zeitraum von 22 Wochen bei 732 Nasespülern, die durchschnittlich 1,5mal pro Tag die Nase mit Salzwasser spülten (multivariate Modellrechnungen unter Kontrolle für Alter, Geschlecht und Jahreszeit). Atemwegsbeschwerden wurden in täglichen Tagebuchangaben dokumentiert.
(Quelle: modifiziert nach Schmidt et al. 2001)

  • Die Wahrscheinlichkeit für einen Tag mit Atemwegsbeschwerden (rot abfallende Linie in Abb. 2) nimmt bei regelmäßiger täglicher Nasenspülung innerhalb der ersten vier Wochen relativ schnell um etwa 20 Prozentpunkte ab und sinkt im Verlauf der folgenden Wochen noch um weitere 10 Prozentpunkte.
  • Sowohl Häufigkeit als auch Regelmäßigkeit der Nasenspülung erhöhen die Chance für einen beschwerdefreien Tag (Kurzzeitwirkung). Regelmäßigkeit hat dabei einen stärkeren Einfluss.
  • Die Dauer der Anwendung der Nasenspülung (Langzeitwirkung) hat eine Wirkung auf die Verwendung von Nasentropfen/-spray: Je länger die Nasenspülung angewendet wird, desto stärker sinkt die Wahrscheinlichkeit für die Anwendung von Nasentropfen/-spray.
  • Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass die tägliche Nasenspülung die Gesundheit der Atemwege stabilisiert.

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ABBILDUNG 3: Langfristige Besserung von Beschwerden und Erkrankungen im Bereich der oberen Atemwege bei Nasenspülern (Quelle: modifiziert nach Schmidt et al. 2001)

  • Nach durchschnittlich 300 Tagen beantworteten 1692 Nasenspüler (GEK-Versicherte) einen zweiten Fragebogen. Ein hoher Prozentsatz von denjenigen, die im ersten Fragebogen Atemwegsbeschwerden angegeben hatten, berichteten über Verbesserungen bei behinderter Nasenatmung, trockenen Nasenschleimhäuten, häufigen Erkältungen, Nasennebenhöhlenbeschwerden, Heuschnupfensymptomen, Rachenentzündungen und Bronchitis.
  • Für den Rückgang von Beschwerden und Beeinträchtigungen finden sich Hinweise auf eine „Dosis-Wirkungsbeziehung“: Personen, die täglich mindestens ein- oder mehrmals die Nase spülen, berichten über deutlichere Verbesserungen als Personen, die weniger als einmal täglich die Nase spülen.
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