Historie

Die Nasenspülung mit Salzwasser aus historischer und persönlicher Sicht Von der Anwendererfahrung zur wissenschaftlichen Prüfung von Prof. Dr. Thomas Schmidt.


Ursprünge der Nasenspülung

Die Ursprünge der Nasenspülung sind unbekannt. Vermutlich reichen sie in prähistorische Zeiten zurück. Die ersten Spuren des modernen Homo sapiens finden sich in Südafrika am Meeresufer. Für Menschen, die am und vom Meer lebten, muss es natürlich gewesen sein, dass Meerwasser in die Nase gelangt ist. Sehr bald werden sie da entdeckt haben, wie man mit Meerwasser eine verschleimte Nase wirksam reinigen kann. Meerwasser in die Nase hochzuziehen und auszuspucken, um die Nase von Schleim zu befreien, wird auch heute Tauchschülern in einigen Tauchschulen beigebracht.

Unsere nächsten Verwandten im Tierreich, die waldbewohnenden Schimpansen, die ebenso wie wir von Erkältungen heimgesucht werden, versuchen den lästigen Schleim mit dünnen Zweigen aus der Nase herauszubefördern. Wir verwenden heute bevorzugt Taschentücher zusammen mit Naseschnäuzen.

In der Volksmedizin einiger Länder ist es seit langem bekannt, die Nase mit Salzwasser zu reinigen.
In der Yogatradition gilt Nasespülen wie das Zähneputzen als tägliche Hygienemaßnahme und in der Medizin ist sie mittlerweile zu einer anerkannten Behandlungspraxis für Atemwegserkrankungen bei Kindern und Erwachsenen geworden.

In Yogaschriften aus dem 16. Jahrhundert, der HATHA YOGA PRADIPIKA und der GHERANDA SAMHITA, wird eine besondere Reinigungsmethode der Nase beschrieben, die mit einem gewachsten Baumwollfaden vorgenommen wird. Diese Methode heißt in Sanskrit SUTRA NETI. JALA NETI, die Nasenspülung mit Salzwasser, wird nicht erwähnt. Es könnte jedoch sein, dass damals Nasespülen wie auch heute unter Verwendung einer speziellen Nasenspülkanne, NETI LOTA genannt, bereits im Yoga allgemein bekannt und verbreitet war. Es bedurfte deswegen keiner besonderen Erwähnung. Diese Art der Nasenspülung könnte also seit Jahrhunderten, wenn nicht gar seit Jahrtausenden in der Yogatradition verwurzeltes Allgemeingut sein. Als historisch belegt kann diese Einschätzung nicht gelten. Ein anderes Szenario vermutet, dass die Nasenspülung mit Salzwasser erst später in die Yogatradition aufgenommen wurde. Eine systematische, wissenschaftlich-historische Erforschung dieser Zusammenhänge könnte mehr Klarheit bringen. Vielleicht gelingt es der archäologischen Forschung, antike Nasenspülgefäße aufgrund ihrer speziellen Formgebung zu identifizieren oder auch ältere schriftliche Aufzeichnungen und damit Ort und Zeitpunkt einer früheren Anwendung zu belegen.

Klicken Sie auf das Bild für eine DetailansichtIm 19. Jahrhundert wurden in Europa Nasenspülungen im Rahmen ärztlicher Behandlungen vorgenommen. Ein Medizinischer Warenhauskatalog aus dem Jahre 1900 zeigt eine Auswahl von 19 verschiedenen Nasenspülvorrichtungen, u. a. die gläsernen Nasenspüler nach Fränkel und nach Harke, die beide noch heute in Apotheken erhältlich sind. Diese Nasenspülgefäße und -spritzen wurden bei der Behandlung von Erkrankungen und nach Operationen im Nasenrachenraum eingesetzt. Diese Behandlungspraxis könnte Ausgangspunkt für eine Aufnahme der Nasenspülung in die Yogatradition gewesen sein.

Auch wenn die Nasenspülung als ärztliche Behandlungsmethode seit langem bekannt war, scheint ihr volles präventives und therapeutisches Potential im medizinischen Bereich nicht wirklich erkannt worden zu sein. Zumindest wurde sie nie offiziell und bevölkerungsweit als tägliche prophylaktische Maßnahme zur Gesunderhaltung der Atemwege empfohlen oder gar propagiert. Allerdings fehlten auch die für eine derartige Empfehlung heute als Voraussetzung geltenden wissenschaftlichen Grundlagen und Studien.

In der Yogatradition genießt die Nasenspülung eine über die ärztliche Behandlung hinaus reichende Wertschätzung. Eine regelmäßige Anwendung fördert Gesundheit und Wohlbefinden. Yogis waren sich dieser Dimension bewusst und haben sie ihren Schülern vermittelt. Die Nase täglich mit Salzwasser zu spülen ist heute bewährte Yogapraxis. Anders als das Zähneputzen wurde sie dadurch aber bisher noch nicht zu einer von der gesamten Bevölkerung akzeptierten Alltagsroutine. Mit der zunehmenden Verbreitung und Popularisierung von Yoga seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts findet die Nasenspülung weltweit mehr und mehr Anerkennung und Anwendung.

In Skandinavien und Nordeuropa hat die 1970 vom dänischen Yogi Swami Janakananda Saraswati gegründete Skandinavische Yoga- und Meditationsschule sehr zur Verbreitung der Nasenspülung beigetragen. Sie hat vielen Menschen ein umfassendes Yogatraining und eine Einführung in fortgeschrittene Meditationstechniken ermöglicht, einschließlich Kriya Yoga. JALA NETI gehört dabei zum täglichen Routineprogramm (Swami Janakananda Saraswati 1991).


Persönliche Erfahrungen

Zu Beginn des Medizinstudiums lernte ich Anfang der sechziger Jahre durch mein Interesse an Yoga auch die Nasenspülung kennen und experimentierte damit. Schon damals nahm ich mir vor, Yogatechniken mit modernen wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen. Die erste indische Netikanne, mit der ich die Nasenspülung ausprobierte, war aus Metall gefertigt und hatte eine sehr viel längere Tülle als heute üblich. Dadurch baute sie einen besonders starken Spüldruck auf.

In meinem Beruf als Arzt und Hochschullehrer wurde ich mit wissenschaftlicher Forschung vertraut. Ab 1979 konnte ich Yoga unter persönlicher Anleitung bei Swami Janakananda und den Lehrern der Skandinavischen Yoga und Meditationsschule erlernen. Dort habe ich JALA NETI noch einmal auf authentische Weise kennen und schätzen gelernt. Über viele Jahre hinweg haben wir im Familien- und Freundeskreis die positiven Wirkungen der täglichen Nasenspülung „am eignen Leib“ erfahren. Die vielen Erkältungen, Hals- und Mandelentzündungen, die unsere kleinen Kinder aus Kindergarten und Schule mitbrachten, verringerten sich drastisch. Diese Erfahrungen waren Einzelfallbeobachtungen. Ein mit modernen statistischen Methoden erbrachter Wirkungsnachweis fehlte. Deswegen suchte ich nach Gelegenheit, die Wirksamkeit der Nasenspülung mit heute üblichen wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen.


Bevölkerungsstrategie der Prävention

Für den Gesundheitszustand einer Bevölkerung ist entscheidend, inwieweit jeder einzelne gesund lebt und Vorbeugemaßnahmen nutzt. Naturgemäß ist der Nutzen umso größer, desto mehr Menschen sich daran beteiligen.

Ehe eine Vorbeugemaßnahme heute zur bevölkerungsweiten Anwendung empfohlen wird, müssen eine Reihe von Fragen auf wissenschaftlicher Grundlage geklärt werden (Rose 1992).

Für empfehlenswerte Maßnahmen gilt:

  1. Sie müssen wirksam sein.
  2. Sie müssen frei von Nebenwirkungen sein, die ein Risiko für die Anwender sind.
  3. Sie müssen von den möglichen Anwendern akzeptiert werden.
  4. Ihre Anwendung muß wirtschaftlich sein, d. h. sie sollten eine hohe Wirksamkeit bei möglichst geringen Kosten haben.

Wenn tägliches Nasespülen wirksam und frei von risikobehafteten Nebenwirkungen ist, von einem großen Teil der Bevölkerung akzeptiert und zu geringen Kosten angewendet werden kann, ist es als Bevölkerungsstrategie zur Gesunderhaltung der Atemwege geeignet.


Nasenspülung bei Bundeswehrrekruten

Eine erste Gelegenheit, die Wirksamkeit der Nasenspülung wissenschaftlich zu überprüfen, ergab sich, als Herbert Plümer, ein Bundeswehrarzt, mich um ein Thema für eine Doktorarbeit bat. Ich schlug vor, dass eine Gruppe von Bundeswehrrekruten im Winter regelmäßig die Nase spülen sollte. Eine weitere Gruppe von Rekruten sollte als Kontrollpersonen dienen. Mir war bewusst, dass es sich in dieser Jahreszeit hier um Personen mit sehr hohem Risiko für Erkältungskrankheiten handelt. Wenn die Rekruten also regelmäßig ihre Nase spülten, was sie auch taten, sollten wir einen Schutzeffekt dieser Maßnahme nachweisen können.

115 Soldaten aus drei Zügen mit etwa je 40 Rekruten erklärten sich bereit, an dieser Studie teilzunehmen. 39 Rekruten eines Zuges wurden persönlich in die Nasenspülung eingewiesen. Die anderen waren Kontrollpersonen. Alle Studienteilnehmer erhielten Tagebuchprotokolle, in denen sie täglich Beschwerden und Erkrankungen der Atemwege dokumentierten und gegebenenfalls Zeitpunkt und Häufigkeit der Nasenspülung. Am Ende der Studie beantworteten sie außerdem einen ausführlichen Fragebogen. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden alle Teilnehmer HNO-ärztlich untersucht und die Ergebnisse in standardisierten Protokollen dokumentiert. Die Ergebnisse dieser ersten Studie waren sehr ermutigend. Sie belegten einen starken Schutzeffekt der Nasenspülung (Plümer 1995; Schmidt et al 1996) und wurden vielfach von Presse und Fernsehen zitiert.


Modellprojekt der GEK

1997 entschloss sich die bundesweit tätige Gmünder Ersatzkasse, ein vierjähriges Modellprojekt mit dem Titel „Nasenspülung mit isotoner Kochsalzlösung zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten“ durchzuführen (Schmidt et al 2001). GEK-Versicherte sollten sich im Rahmen dieses Projektes eine Nasenspülkanne kostenlos bei der örtlichen Geschäftsstelle abholen oder mit geringer finanzieller Beteiligung an den Versandkosten zuschicken lassen können. Schnell wurde mir deutlich, dass eine persönliche Einweisung in die Technik der Nasenspülung, wie sie traditionell im Yoga vorgenommen wird, hier organisatorisch nicht möglich war. Also konnten die Anweisungen nur schriftlich vermittelt werden. Dazu musste die Anwendung so einfach wie möglich gestaltet und erklärt werden.

Eine Marktrecherche ergab, dass in Deutschland für dieses Projekt keine geeigneten Nasenspülkannen zur Verfügung standen, die eine komplikationslose und kostenarme Anwendung ermöglicht hätten. Kommerziell erhältliche Nasenspülvorrichtungen waren für unsere Zwecke ungeeignet, ihre Benutzung umständlich oder gar gefährlich. Die traditionellen Yoga-Nasenspülkannen aus Ton waren zu teuer, zerbrechlich und außerdem für ein derartiges Forschungsprojekt in Deutschland unzulässig, da sie nicht als Medizinprodukt zertifiziert sind. Auch bereitet die Salzdosierung bei diesen Kannen ohne persönliche Einweisung Probleme.

Es gab also keinen anderen Weg, als selbst eine geeignete Nasenspülkanne aus recyclebarem, lebensmittelechtem Kunststoff zu entwerfen, die mit möglichst geringem Kostenaufwand produziert werden konnte und zusätzlich eine einfache und ausreichend genaue Salzdosierung ermöglichte. Daraus wurde die Nasenspülkanne nach Prof. Dr. Thomas Schmidt mit Salzmesslöffel. Eine telefonische Hotline wurde eingerichtet, um Fragen und auftauchende Probleme rasch zu klären.

Wenn dieses Projekt von einigen zunächst eher als Marketing-Gag der GEK belächelt wurde, entwickelte sich doch sehr schnell eine eigene, unvorhergesehene Dynamik. Man hatte nur mit einer geringen Abnahmemenge von wenigen tausend Nasenspülkannen gerechnet. Die Abwicklung der vielen Bestellungen stellte die GEK vor große organisatorische Probleme, die schnell gelöst werden mussten. Innerhalb der vierjährigen Laufzeit des Modellprojektes wurden insgesamt 160.000 Nasenspülkannen und Messlöffel produziert und an die Versicherten abgegeben. Das bedeutet, dass mehr als 10% der GEK-Versicherten eine Nasenspülkanne erhalten haben.

Die Rückmeldungen der neuen Nutzer der Nasenspülung, sei es in schriftlicher Form, in Hotline-Gesprächen oder in den Forschungsergebnissen, hat in mir allmählich ein Bewusstsein dafür geschaffen, welch großer Bedarf in der Bevölkerung für eine wirksame Methode besteht, die all­täglichen Beschwerden bei akuten und chronischen Erkrankungen der Atemwege zu verringern. Tägliches Nasenspülen wird als hochwill­kom­mene, hilfreiche Maßnahme angesehen, die kleineren und größeren Probleme und Be­schwerden in diesem Bereich zu lindern oder ganz zu beseitigen. Voraussetzung ist, dass Betroffene von der Methode erfahren, dass diese verfügbar ist und auch bei täglicher Anwendung wenig kostet.

Die Ergebnisse des Modellprojektes haben bestätigt, dass tägliches Nasespülen mit Salzwasser für Menschen mit einer Neigung zu Atemwegserkrankungen eine einfache und hochwirksame Methode zur Verringerung von Beschwerden im Bereich der oberen Luftwege ist, für die keine ernsthaften Nebenwirkungen bekannt sind und die zudem im Vergleich zu anderen selbst zu tragenden Behandlungen äußerst kostengünstig ist (Bitzer et al 2002).


Nasespülen mit Salzwasser hält die Atemwege gesund. Randomisierte, placebokontrollierte Crossover-Studie.

Aus der Perspektive der Forschung war uns klar, dass wir für einen wissenschaftlich akzeptierten Wirkungsnachweis der Nasenspülung eine sogenannte randomisierte kontrollierte Studie durchführen mussten. Diese Methode gilt als der entscheidende Prüfstein für eine wissenschaftliche Bewertung neuer Behandlungsmethoden. Im ersten Halbjahr 1999 führten wir eine derartige Studie über den Zeitraum von sechs Monaten durch: die Nasenspülstudie Hannover. 999 freiwillige Studienteilnehmer wurden zufällig zwei Gruppen zugeteilt. Gruppe A spülte drei Monate lang täglich die Nase, während die Kontrollgruppe täglich eine Multivitaminbrausetablette einnahm. Danach wurden in den folgenden drei Monaten die Rollen von Gruppe A und B vertauscht.

Die Wirksamkeit der Nasenspülung wurde durch den systematischen Vergleich der Tagebuchprotokolle von Nasenspül- und Kontrollgruppe mit Berechnung der Verringerung von relativen Risiken und Abnahme von Beschwerdetagen für die einzelnen Atemwegsbeschwerden ermittelt. Die Ergebnisse bestätigen eine breite Wirksamkeit der Nasenspülung hinsichtlich von Erkältungs-, Allergie- und vielen anderen Atemwegssymptomen und -erkrankungen.


Tägliches Nasespülen mit Salzwasser für alle

Menschen, die zum ersten Mal von der Nasenspülung hören, denken oft gleich an ihre Erfahrungen im Schwimmbad. Wenn man dort gechlortes Wasser in die Nase bekommt, ist das natürlich unangenehm. Sobald man aber wagt, die Nasenspülung selbst auszuprobieren, spürt man, wie angenehm sie ist, wenn die richtige, isotone Salzkonzentration, die der im menschlichen Blut ent­spricht, verwendet wird. Das erging den Bundeswehrrekruten so und auch all den anderen Teilnehmern in den verschiedenen Studien. Ein hoher Prozentsatz schätzte die Nasenspülung als sehr positiv, wirksam und angenehm ein.

Es sind für die Nasenspülung keine dokumentierten ernsthaften Nebenwirkungen bekannt. Deswegen ist ein bevölkerungsweiter Einsatz unbedenklich. Wirksamkeit und Akzeptanz sind hoch, die Kosten auch bei mehrfach täglicher Anwendung gering. Außer einer geeigneten Nasenspülkanne benötigt man lediglich gewöhnliches Speisesalz und lauwarmes Leitungswasser. Damit qualifiziert sich die tägliche Nasenspülung mit isotoner Kochsalzlösung als geeignete Bevölkerungsmaßnahme zur Erhaltung der Gesundheit der Atemwege für alle, die sie anwenden wollen.

Nasespülen kann wie Zähneputzen mehrmals täglich angewendet werden, und kostet weniger als das. Man braucht dazu keinen Arzt. Bei Zahnschmerzen geht man allerdings zum Zahnarzt. Ähnlich sollte man bei ernsthaften Erkrankungen im Bereich von Hals, Rachen, Mandeln, Kehlkopf, Nase, Nasennebenhöhlen oder Ohren einen Arzt aufsuchen und nicht allein auf Selbstbehandlung vertrauen. Nasespülen findet heute auch bei der ärztlichen Behandlung Anwendung, wo es hilfreich ist und diese sinnvoll unterstützt.

Ein jeder von uns bekommt hin und wieder eine Erkältung, die meisten ein- oder mehrmals im Jahr. Das ist eine gute Gelegenheit, die angenehme, heilende Wirkung der Nasenspülung auszuprobieren. Wer Probleme mit einer ständig verstopften Nase, häufigen Erkältungen, einer Pollen- oder Hausstaub­allergie hat, kann durch tägliches Nasespülen anhaltende Linderung der Beschwerden erreichen und vielleicht sogar Beschwerdefreiheit. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung kann regelmäßiges Nasespülen die ärztliche Behandlung unterstützen und zu einer schnelleren Heilung beitragen. Für Kinder mit angeborenen Erkrankungen wie zystische Fibrose (Mukoviszidose) oder ziliäre Dyski­nesie ist Nasenspülen eine unverzichbare tägliche Routinemaßnahme.

Die Nasenspülung ist für Gesunde und Kranke geeignet.
Unsere Forschungsergebnisse haben gezeigt:

WER TÄGLICH SEINE NASE SPÜLT, FÜHLT SICH BESSER.


Prof. Schmidt´s JALA NETI SET

Nachdem das Modellprojekt der Gmünder Ersatzkasse Ende 2001 abgeschlossen war, war mir bewusst, dass ein Weg gefunden werden musste, die erprobte Nasenspülkanne mit Salzmesslöffel in verbesserter Ausführung auch der Allgemeinheit verfügbar zu machen – all denjenigen, denen die Nasenspülung in dieser optimierten, einfachen und kostenarmen Anwendungsweise helfen kann, Beschwerden zu lindern und die Gesundheit der Atemwege zu erhalten. Das erschien mir als logisches Ergebnis meiner Forschungsarbeit und als Verpflichtung. Das ist nun geschehen.

Anfang November 2002 wurde das als Gebrauchs- und Geschmacksmuster geschützte neue Nasenspülset auf der Internationalen Erfinder- und Neuheitenmesse IENA in Nürnberg von der Innovationsgesellschaft Eifel e.V., dem größten deutschen Erfinderclub, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Ab 2003 ist es in Deutschland in Apotheken (unter dem Namen „PROF SCHMIDTS JALANETI SET, PZN 0759363) und über Internet erhältlich.


Danksagung

Allen, die mit Rat und Tat, Ermutigung und Kritik diesen vorläufigen Abschluss ermöglicht haben, danke ich sehr herzlich: Freunden, Kollegen, meiner Frau und Familie sowie natürlich insbesondere allen Studienteilnehmern, die gewissenhaft ihre täglichen Tagebuchprotokolle geführt und viele Fragen schriftlich beantwortet oder auch ihre Erfahrungen in Briefen oder Gesprächen weitergegeben haben.

Herrn Dr. Manfred Benkler und Herrn Dieter Tobler, Landesversicherungsanstalt Hannover (LVA), Herrn Dr. Ludger Steltenkamp, leitender Betriebsarzt der Hannoverschen Verkehrsbetriebe (UESTRA), und Herrn Dr. Uwe Gerecke, leitender Betriebsarzt der Stadtwerke Hannover AG, danke ich für ihre tatkräftige Unterstützung. Mit ihrer Hilfe konnten wir in den genannten Institutionen viele Studienteilnehmer gewinnen.

Besonderer Dank gebührt der Gmünder Ersatzkasse GEK, die mit ihrem Wagemut, sich auf dieses Forschungsprojekt einzulassen, eine Innovation im Bereich „Gesunderhaltung der Atemwege“ ermöglicht hat. Die Zusammenarbeit mit Hardy Müller war eine Freude.

Allen voran gilt mein Dank Swami Janakananda Saraswati, der mir die Inspiration zu dieser Forschung gegeben hat, - sowie den Lehrern der Skandinavischen Yoga- und Meditationsschule, die meine Frau und mich über viele Jahre hinweg im Yoga unterrichtet haben. Damit hat sich für mich ein lang gehegter Wunsch erfüllt, Yoga und die alten Meditationstechniken an einer der ursprünglichen Tradition verpflichteten Quelle zu erlernen. Yoga, wie ich es hier erlebt und gelernt habe, ist ein großer Schatz für die Menschheit.

Die Nasenspülung ist im Yoga nur ein winziger, vorbereitender Teil – für den einen oder andern aber vielleicht ein hilfreicher Beginn.


Literatur

Bitzer E, Schmidt T, Dörning H, Grobe TG, Lorenz Ch (2002): Erkältungen vorbeugen und lindern – Effekte durch Nasespülen. Evaluation eines Modellvorhabens nach § 63 SGB V. In: S. 196-206. In: Walter U, Drupp M, Schwartz FW (Hrsg.) Prävention durch Krankenkassen. Zielgruppen, Zugangswege, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Juventa Verlag Weinheim und München. S. 196-206.

Plümer H (1995): Die tägliche Nasenspülung mit physiologischer Kochsalzlösung zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten bei Bundeswehrrekruten. Medizinische Dissertation, Medizinische Hochschule Hannover

Rose G (1992): The Strategy of Preventive Medicine. Oxford Medical Publications. Oxford University Press.

Schmidt T, Plümer H, Robra B-P, Schwartz FW (1996): Die Nasenspülung zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten. In: Walter U, Paris W (Hg.): Public Health. Gesundheit im Mittelpunkt. Forum Public Health und Alfred & Söhne, Verleger, Meran, S.147-153.

Schmidt T, Bitzer EM, Baumann N, Grobe TG, Hayer O, Lorenz C, Dörning H (2001): Modellvorhaben nach § 63 SGB V. Nasendusche mit physiologischer Kochsalzlösung zur Prävention von Erkältungskrankheiten. Endbericht – Teil 1. Prospektive Beobachtungsstudie mit Kontrollgruppenvergleich an GEK-Versicherten. ISEG-Endbericht. Hannover.

Swami Janakananda Saraswati (1991): Yoga, Tantra und Meditation im Alltag. Bindu.

 
Copyright © 2016 Prof. Schmidt's JALA NETI SET. Powered by Zen Cart