Erfahrungen

Berichte von Ärzten und Physiotherapeuten. Hier finden Sie Erfahrungsberichte von professionellen Anwendern.

Schreiben zur Anwendung der Nasenspülkanne nach Prof. Dr. med. Thomas Schmidt
Frau Dr. Hilde Franckx, Chefärztin-Kinderärztin, 2002

Wir haben im Zeitraum von 1998 bis Ende des Jahres 2001 die von Herrn Prof. Dr. Thomas Schmidt entwickelte Nasenspülkanne im Zeepreventorium, einer Klinik zur Behandlung von Atemwegserkrankungen und Adipositas (Bettenzahl: 220), erprobt. Unsere Patienten haben verschiedene Krankheiten wie zystische Fibrose (Mukoviszidose), Asthma, ziliäre Dyskinesie,Bronchiektasien, chronische Bronchitis, Zustand nach Lungentransplantation, Adipositas und viele andere Erkrankungen, insbesondere bei Kindern. Bei allen diesen Patienten gehören regelmäßige tägliche Nasenspülungen mit isotoner Kochsalzlösung zum Standardprogramm. Mit Hilfe der Nasenspülungen können die oberen Atemwege wirksam gereinigt werden. Vor allem kann dadurch der vermehrte Schleim beseitigt werden. Durch seine Besiedlung mit Bakterien stellt er eine anhaltende Gefahr für eine fortschreitende Infektion der unteren Atemwege und insbesondere der Lungen dar. Diese Infektionsgefahr kann durch regelmäßige Nasenspülungen erfahrungsgemäß erheblich verringert werden. Außerdem unterstützt und ermöglicht die Nasenspülung oft eine freie Nasenatmung, die entscheidende Bedeutung für die Gesundheit der Atemwege hat.

Wir haben seit mehr als zehn Jahre vielfältige Erfahrungen mit diesem therapeutischen Vorgehen gewonnen, das die dringende Notwendigkeit und präventiven und curativen Erfolge von Nasenspülungen bei unseren Patienten bestätigt. Leider sind die bisher im Handel verfügbaren Nasenspülkannen und sogenannten Nasenduschen für den Einsatz bei unseren Patienten nicht optimal. Sie haben eine Reihe von Nachteilen und unnötigen Einschränkungen, die den täglichen Einsatz über einen längeren Zeitraum erschweren. Eine positive Ausnahme bildet in dieser Hinsicht die Nasenspülkanne von Prof. Dr. Schmidt, die eine optimale, patientengerechte Anwendung ermöglicht. Sie genügt auch den ärztlich-medizinischen und hygienischen Anforderungen in vollem Umfang. Am nutzerfreundlichen Design merkt man die große praktische Erfahrung mit der Technik der Nasenspülung, die in diese Entwicklung eingegangen ist. Wir können diese Nasenspülkanne bei allen unseren Patienten ab einem Alter von zwei Jahren einsetzen. Wir hoffen, dass Prof. Schmidt´s Nasenspülset JALA-NETI bald im Handel erhältlich ist. Damit würde dieses geeignete Heil- und Hilfsmittel endlich für alle unsere Patienten zur Verfügung stehen.

Erfahrungsbericht zur klinischen Anwendung der Nasenspülung in einer Kinderklinik
Jean Chevaillier, leitender Physiotherapeut im Zeepreventorium De Haan, Belgien, 2002

Wir haben vor etwa zehn Jahren damit begonnen, die Nasenspülung mit isotoner Kochsalzlösung in der Klinik anzuwenden, nachdem der Vater eines Patienten mit zystischer Fibrose mir diese Technik gezeigt hatte. Die Mutter des Patienten litt unter regelmäßig wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) und ihr Yogalehrer riet ihr, die Nasenspülung zweimal am Tag anzuwenden. Ihr Zustand besserte sich so gut, dass sich der Vater entschloss, die Nase seines Sohnes ebenfalls täglich zu spülen. Auf diese Weise haben wir damit in der Klinik begonnen. Am Anfang haben wir die Nasenspülung in einer kleinen Patientengruppe eingesetzt. Diese Gruppe wurde größer und größer. Heute verwenden wir sie für fast alle unsere Patienten. Unsere Altersgruppe reicht von 2 1/2 bis über 30 Jahre. Es gibt aber keine Altersgrenze. Wir setzen die Nasenspülung bei folgenden Erkrankungen ein: zystische Fibrose (Mukoviszidose), Asthma, ziliäre Dyskinesie, Bronchiektasien, chronische Bronchitis, Adipositas (Fettsucht) und vielen anderen Erkrankungen insbesondere bei Kindern. Persönliche Erfahrungen habe ich mit Patienten, die an zystischer Fibrose leiden.

Ich bin aber davon überzeugt, dass wir dieselben guten Ergebnisse auch bei anderen Erkrankungen erzielen. Der Zweck der Nasenspülung ist es, die außerordentlich wichtige Nasenatmung zu verbessern. Bekanntlich ist die Nasenatmung für die meisten Säugetiere von zentraler Bedeutung. Beim Einatmen garantiert sie gleichzeitig ein Filtern der Luft sowie eine Befeuchtung und Erwärmung. Diese drei Faktoren ermöglichen uns die Luft entsprechend vorzubereiten, ehe sie in unsere Lungen strömt. Damit werden alle Arten von Reizerscheinungen vermieden und die Atemwege werden feucht und bei optimaler Temperatur gehalten. Bei Asthmapatienten ist das sehr wichtig, weil hierdurch anstrengungsbedingtes Asthma verhindert werden kann. Wir haben das so viele Male mit unseren Patienten in der Vergangenheit getestet. Wenn Kindern erlaubt wurde, durch den Mund zu atmen, hatten sie häufiger anstrengungsbedingtes Asthma, als wenn sie durch die Nase atmeten. Dieses Phänomen ist seit langem bekannt. Ich beziehe mich dabei auf die Arbeiten von Dr. Fink in Australien. Um sicher zu gehen, dass Patienten durch die Nase atmen, verwenden wir Klebeband, um ihren Mund während der Instruktionsphase zu verschließen. Im Winter bitten wir sie durch ein Tuch zu atmen, um so wenig Feuchtigkeit und Wärme wie möglich zu verlieren, damit die oberen Atemwege (zentrale Bronchien) nicht eintrocknen und zu stark abkühlen. Wenn wir für eine optimale Funktion der Nase sorgen, so glauben wir, ermöglichen wir es diesen Patienten sogar, sportliche Aktivitäten aufzunehmen.

Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass Ausatmen durch die Nase ebenfalls von großer Wichtigkeit ist. Die Luft auszuatmen, die in der Einatmungsphase zusätzlich durch den Kontakt mit den Bronchien und Alveolen befeuchtet und erwärmt worden ist, ermöglicht es der Nase einen Teil der abgegebenen Energie zurück zu gewinnen. Diese Energie, ein Teil der Wärme und Feuchtigkeit, kann erneut bei der nächsten Einatmung verwendet werden. Das stellt einen ausgezeichneten ökologisch-ökonomischen Weg dar. Außerdem erzeugt das Ausatmen durch die Nase infolge des Widerstands in der Nase einen geringen Druckanstieg in den Bronchien, welcher die Atemwege offen hält und eine vorzeitige bronchiale Kompression vermeidet. Ich denke, dass die Nase und der Kehldeckel unser angeborener Apparat für einen positiven Ausatmungsdruck sind, den wir alle insbesondere dann benötigen, wenn wir aktiv und forciert atmen. Das ist ein weiterer Grund, Patienten mit instabilen oder hyperreaktiven Atemwegen dazu anzuhalten, durch die Nase zu atmen. Ich meine, dass dies alles die Bedeutung einer Reinigung der oberen Atemwege betont und erklärt. Die Nase zu spülen und so zu reinigen gewährleistet genau das. Seitdem wir diese Methode anwenden, haben unsere Patienten deutlich weniger durch Mundatmung hervorgerufene Atemwegsprobleme. Die Nase so regelmäßig wie möglich zu säubern, verhindert auch tiefergreifende Infektionen wie Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündungen) und andere. Professor von der Hardt (Medizinische Hochschule Hannover) hat mir vor einigen Jahren gesagt: "Kein Schleim, kein Keim".

Für Patienten mit z.B. zystischer Fibrose, die durch Transplantation eine neue Lunge erhalten haben, ist es sehr wichtig, die oberen Atemwege sehr sauber zu halten. Im Schleim der oberen Atemwege siedelnde Bakterien können auch die Lungen infizieren. Die Organabstoßung verhindernden Medikamente unterdrücken das Immunsystem, was anfälliger für Infektionen macht. Deswegen müssen diese Patienten viel eher und öfter Antibiotika einnehmen. Nasenspülungen verringern den mit Bakterien besiedelten Schleim im Nasenrachenraum. Alle unsere Patienten mit zystischer Fibrose und Transplantation spülen deswegen regelmäßig die Nase ein- bis zweimal pro Tag. Das ist die entscheidende präventive Maßnahme. Bei sehr kleinen Kindern verwenden wir nicht die Nasenspülkannen, sondern kleine, mit isotoner Kochsalzlösung gefüllte Pipetten aus Kunststoff. Je nach Möglichkeit geben wir kleine Mengen Salzlösung in ein Nasenloch, bis sie zum anderen Nasenloch wieder herauskommt. Ist die Nase verstopft und kommt keine Spüllösung auf der anderen Seite heraus, können wir die Lösung durch das gleiche Nasenloch wieder zusammen mit dem Schleim in die Pipette zurückziehen. Anschließend spülen wir durch das andere Nasenloch und halten dann den Mund einige Sekunden lang geschlossen, damit das Baby durch die Nase atmen muss und so auch der hintere Bereich der Nasenhöhle gereinigt wird. In einigen Fällen mit anhaltenden Problemen kann man zusätzlich ein schleimlösendes Medikament wie Acetylcystein geben, um die Reinigung zu erleichtern. Ab und zu, wenn z.B. die Nase vollständig verstopft ist, kann es erforderlich sein, vor der Nasenspülung ein die Nasenschleimhaut abschwellendes Medikament zu verabreichen, das die Nase öffnet. Wird das vergessen, schnäuzen die Patienten ihre Nase zu heftig und das kann für die Mittelohren gefährlich sein.

Praktische Aspekte: Wir sagen unseren Patienten, dass sie die Schwerkraft verwenden sollen und sonst nichts. Es ist untersagt heftig auszuschnäuzen, weil dadurch das Mittelohr geschädigt werden kann. Nach einer kurzen Nasenspülung bitten wir unsere Patienten, die Nase auf sanfte Weise ohne Anstrengung durch beide Nasenlöcher gemeinsam zu schnäuzen. Wir verwenden dafür die gesamte Vitalkapazität. Es ist besser, die Nase mit einem großen Volumen auf sanfte Weise zu schnäuzen als mit einem kleinen Volumen und großer Kraftanstrengung. Wenn nur wenig Schleim herausgekommen ist, wiederholen wir das Naseschnäuzen durch ein Nasenloch (mit Zuhalten des anderen) solange, bis nichts mehr herauskommt. Dann spülen wir erneut und wiederholen die ganze Prozedur wie beschrieben, bis die Nasenspülkanne leer ist. Wenn noch Schleim aus der Nase herauskommt, sollte man eine zweite Nasenspülung vornehmen. Wie schon erwähnt, sollte alle Kraftanstrengung vermieden werden, insbesondere bei kleinen Kindern. Das sind, lieber Herr Professor, die wichtigsten Informationen, die ich Ihnen geben kann. Ich bin von dieser Methode, die oberen Atemwege zu behandeln und zu pflegen, 100%ig überzeugt, weil sie ohne große Mühen sehr wirksam ist. Die Nasenspülung hilft, die Bakterien fern zu halten. Gleichzeitig wird die Nase offen und feucht gehalten. Das erlaubt uns, auf die einzig richtige Art und Weise zu atmen, nämlich durch die Nase. Ich meine, dass dies alles - von Babies abgesehen - sehr wichtig ist, und dass viele dazu neigen, die Bedeutung und Wirksamkeit der Nasenspülung einfach zu unterschätzen.

Brief von Kinderarzt Dr. med. Rolf E. Ullner an Prof. Schmidt
Dorfen, April 2004

Vielen Dank für Ihren Aufsatz über Nase spülen mit isotoner Kochsalzlösung. Eher skeptisch habe ich den Versuch gewagt und kann Ihre hervorragenden Ergebnisse nur bestätigen. Für die breite Anwendung kommt uns Pädiatern eine Pionierfunktion zu, da bei sehr vielen Patienten ein Vorurteil besteht, dass die Spülung unangenehm sein könnte. Deshalb führen meine lieben Helferinnen das Spülen zur großen Freude von Müttern und Kindern selber vor und leiten sie dann bei der Benutzung der erworbenen Kanne an. Ich haben einen kleinen Vorrat, den ich zum Selbstkostenpreis weitergebe. Meistens holen sich die übrigen Familienmitglieder auch ihre eigene Spülkanne nach dem diskreten Hinweis, dass jedes Familienmitglied sicher auch eine eigene Zahnbürste besitze. Besonders erfolgreich ist das Spülen bei unseren 3-6jährigen Kindern, die jetzt kaum noch neue Kindergarteninfekte nach Hause bringen.

Email von Dr. med. Reinhard Sattler, Allgemeinarzt
Heiningen, Februar 2006

Seit vielen Jahren spüle ich zweimal täglich (ob Infekt oder nicht) meine Nase mit lauwarmer physiologischer Kochsalzlösung. Als Allgemeinarzt habe ich trotz vieler Patienten deutlich weniger und kürzere banale Infekte als früher. Auch gegen eine drohende Influenza ist diese Maßnahme sinnvoll - die Viren werden mengenmäßig reduziert, weil von der Nasenschleimhaut abgespült. Geholfen hat mir am weitaus besten die "Nasenspülkanne", welche von Prof. Schmidt entwickelt wurde.

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